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Freitag, 19. August 2011

C81 - 30 Jahre später

Vor fünf Jahr hatte ich in meinem White Noise-Blog die legendäre C81-Cassette des New Musical Express vorgestellt und darauf reichlich Reaktionen erhalten, denen ich entnehmen konnte, dass viele Menschen lediglich die C86-Cassette kannten. Klar, die war damals stilbildend, ja genrebildend, zumindest für eine kurze Zeit; die 81er-Version dagegen ist zwar die weitaus Hörenswertere, in Deutschland aber wohl die Unbekanntere.

Es war die erste des New Musical Express beigelegte MC, die in Zusammenarbeit mit dem Rough Trade-Label entstand und von Roy Carr und Christopher Rose, beides Mitarbeiter des Indie-Labels, zusammen gestellt wurde. Ganz umsonst war sie damals jedoch nicht. Man brauchte nicht nur zwei Gutscheine, sondern musste zusätzlich noch £1.50 zahlen, um an ein Exemlar zu kommen. Auf diese Weise wurden 15000 Stück verkauft. Anlass waren die ersten fünf Jahre unabhängigen Musikschaffens auf der Insel. Darüberhinaus wurde der blühenden "Cassettenkultur" der Indieszene Tribut gezollt.


Damals nannten Kritiker das den Abgesang des Postpunk. Vielleicht etwas zu früh, aber nicht völlig falsch. Es war aber in jedem Fall der Ausgangspunkt für neue Sounds, die die Cassette in ihrer ganzen Bandbreite vorstellte. Da sind zum einen die ersten vagen Reggae-, Dub- und Ska-Sounds, dann das, was, wir heute Indiepop nennen (und später in der C86 mündete), und natürlich elektronische Sounds, Punk, sogar Funk, und, bei Linx, die ersten leisen Housetöne.

Beim Hören hat es mir dann wirklich ab und an den Atem verschlagen. Geniale Songs, genial zusammengestellt. Alleine die ersten beiden Songs...sagenhaft! - keine Ahnung wie lange ich nicht mehr The Beat gehört habe. Eine interessante Saat, die hier 1981 vom NME dokumentiert wurde, und deren Früchte wir noch heute ernten können.

Und die man heute noch problemlos hören kann! Die Qualität ist nicht die beste, eben von MC vor einigen Jahren überspielt. Aber egal. Reinhören lohnt sich!




Playlist
01 - Scritti Politti - Sweetest Girl (6:07)
02 - The Beat - Twist & Crawl Dub (4:57)
03 - Pere Ubu - Misery Goats (2:27)
04 - Wah! Heat - 7000 Names Of Wah! (3:56)
05 - Orange Juice - Blue Boy (2:53)
06 - Cabaret Voltaire - Raising the Count (3:29)
07 - D.A.F - Kebab Träume (Live) (3:48)
08 - Furious Pig - Bare Pork (1:28)
09 - The Specials - Raquel (1:52)
10 - Buzzcocks - I Look Alone (2:59)
11 - Essential Logic - Fanfare In the Garden (3:00)
12 - Robert Wyatt - Born Again Cretin (3:06)
13 - The Raincoats - Shouting Out Loud (3:19)
14 - Josef K - Endless Soul (2:26)
15 - Blue Orchids - Low Profile (3:48)
16 - Virgin Prunes - Red Nettle (2:08)
17 - Aztec Camera - We Could Send Letters (4:55)
18 - Red Crayola - Milkmaid (1:58)
19 - Linx - Don't Get In My Way (5:13)
20 - The Massed Carnaby St John Cooper - The Day My Pad Went Mad (1:46)
21 - James Blood Ulmer - Jazz Is the Teacher, Funk Is the Preacher (4:01)
22 - Ian Dury - Close To Home (4:12)
23 - Gist - Greener Grass (2:31)
24 - Subway Sect - Parallel Lines (2:37)

Freitag, 27. Mai 2011

Gil Scott-Heron gestorben

Photo by Mischa Richter

Gestern verstarb der Singer-Songwriter, Sänger und Poet Gil Scott-Heron. Er wurde 62 Jahre alt.

Gil Scott-Heron bewegte sich mit seiner Musik immer irgendwo zwischen Jazz, Soul, R&B und Reggae. Und er war ein politischer Mensch. Das machte ihn zum Einfluss vieler schwarzer Musiker, besonders im R&B oder Hip-Hop.

Scott-Heron veröffentlichte in den 70er- und frühen 80er-Jahren eine ganze Reihe von Alben, einige großartige aber auch einige weniger wegweisende. Sein größter Hit und bekanntester Song war zweifelsohne The Revolution Will Not Be Televised. Ein Titel, der über die Jahre als Redewendung Einzug in den kulturellen Sprachgebrauch einging. Später kämpfte Scott-Heron mit Drogenproblemen und 2001 musste er deswegen sogar für einige Zeit ins Gefängnis. Jahrelang war musikalisch nichts von ihm zu hören.

Doch Gil Scott-Heron kam zurück und veröffentlichte 2010 ein sehr eindringliches Album namens I'm New Here.

Auf seiner Webseite kann man sich einige seiner Videos anschauen.

Offizielle Webseite | Gil Scott-Heron bei amazon

Wiederveröffentlicht: Ministry. The Mind Is a Terrible Thing to Taste

1989 hatte ich einen Plattenladen, in dem 50% meiner Kunden Heavy-Metal kauften. Alles, was damals so angesagt war: Metallica , Kreator ,...

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