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Freitag, 24. Mai 2019

Wiederveröffentlicht: Ministry. The Mind Is a Terrible Thing to Taste

1989 hatte ich einen Plattenladen, in dem 50% meiner Kunden Heavy-Metal kauften. Alles, was damals so angesagt war: Metallica, Kreator, Living Death sind die ersten, die mir da so einfallen. Mein Laden hatte alles, was Thrash-, Speed- und andere Metalgenres so hervorbrachten - und mit praktisch nichts davon konnte ich mich größer anfreunden. 

Ministry verkaufte ich seit deren zweiten Album auch gut. Twitch, 1986 erschienen, zählte damals zu meinen Lieblingsalben. Als das vierte Album The Mind Is a Terrible Thing to Taste erschien, war ich kaum gespannnt, weil mir der Vorgänger nicht sonderlich gefiel. Doch was Ministry hier boten, ließ mich wieder an die Band glauben. Das war eine großartige Mischung aus Metal und Industrial, gemixt mit einer wunderbaren Punk-Attitüde. Und dann das Cover: Große Klasse!

Ich dachte mir, das wäre was für meine Matal-Kunden, die immer auf der Suche nach neuen Bands waren. Aber als ich ihnen dieses Album vorspielte, blieb den meisten die Spucke weg. Manche schauten gar verstört, andere straften mich mit bösen Blicken.

Heute ist das Album, längst ein Klassiker, von Music On Vinyl wiederveröffentlicht worden. Endlich! Wie immer in einer limitierten Auflage.

Donnerstag, 21. Juli 2011

Gerade gehört: Locas In Love - Lemming

Locas In Love - Lemming

Obwohl ich finde, dass es langsam Zeit wird, dass Locas In Love endlich die Aufmerksamkeit erhalten, die ihnen zusteht, machte mich die Euphorie in den Medien der letzten Wochen doch ein wenig misstrauisch. Doch ich werde mich dieser Euphorie nun uneingeschränkt anschließen! Lemming ist eine gewaltiger Schritt in eine ganz neue Richtung. Plötzlich machen die Kölner richtigen Indiepop in der Tradition der Shoegazer/Noise Tradition der 80er-Jahre. Unerwartet! Da türmen sich mitunter ganze Gitarrenwände vor einem auf, die man irgendwo zwischen Ride und Velvet Underground ansiedeln kann.

Und auch textlich scheinen sich die Songschreiber weiterentwickelt zu haben. Ganz besonders angetan hat es mir dabei das auch als Single veröffentlichte An Den Falschen Orten, das auf dem Album mit sechseinhalb Minuten völlig unwiderstehlich wird.
"Die Band aus Köln [hat sich] bereits in der Vergangenheit darauf konzentriert, schmerzliche Wahrheiten auf ungewöhnlichem Wege mitzuteilen"
sagt Jan Wiggers auf Spiegel Online. Und das trifft besonders auf Die zehn Gebote und An Den Falschen Orten zu. Wo kommt nur diese unangenehme Weisheit her? Oder Spoiler Warning, bei dem Ein Loch ist im Eimer und Let It Be auf grandiose Weise verknüpt werden: "Verstopf es mit dir selbst, mit dir selbst, mit dir selbst/ Wenn du glaubst, dass sich etwas ändert/ Wenn du glaubst, dass du es aushältst/ Sonst lass es sein, lass es gehen, lass es los/ Worte voller Weisheit: Lass es sein." Große Klasse!

Auf ihrer Webseite präsentiert die Band übrigens stolz all die tollen Rezensionen aus Presse und Netz der letzten Zeit. Und die sind die Lektüre Wert. Außerdem lesen wir dort, was es mit dem Titel Lemming auf sich hat, können das Video zu An Den Falschen Orten anschauen und im Shop auch ältere EPs/Singles und Alben downloaden. Das Album Lemming ist auch als Vinyl (inkl. CD) erhältlich!

Lemming (bei amazon) | Webseite

Mittwoch, 20. Juli 2011

Das ganz große Feuerwerk

Family - Old Songs New Songs (1971)
Reprise Records
Bei diesem Album handelte es sich eigentlich um eine Compilation, auf der die Band neben Singles auch einige Songs versammelte, die sie ganz neu eingespielt, bzw. abgemischt hatte. Family waren mit dem Mixdown ihres zweiten Albums Entertainment nicht sehr zufrieden gewesen und auf dieser Zusammenstellung bot sich nun die Gelegenheit, dies, zumindest teilweise, zu ändern.
Old Songs New Songs bestach durch seine enorme Dramaturgie. Während auf Seite Eins noch alles in "normalen" Bahnen läuft, wird auf Seite Zwei dann das ganz große Feuerwerk abgebrannt. Hier versammeln sich wirklich die besten Songs der Band und der Höhepunkt ist The Weaver's Answer. Sowieso schon ein großer Song, ist er in dieser Neuaufnahme jedoch Abschluss und Krönung eines gelungenen Albums.
Den Zauber kann man heute jedoch nur noch erfahren, wenn man die Schallplatte besitzt. Wiederveröffentlicht wurde Old Songs New Songs nie. Für mich war es der perfekte Einstieg in das Werk der Band und eine langjährige Begeisterung, auch für das Nachfolgeprojekt Streetwalkers oder für die frühen Soloplatten Roger Chapmans.

Mittwoch, 13. Juli 2011

Das "unheimliche Meisterwerk"

King Crimson - In the Court of the Crimson King (1969)
E'G
Als ich dieses Album bei einem Freund Anfang der Siebziger erstmals hörte, blieb mir gleich beim ersten Song 21st Century Schizoid Man schlicht die Spucke weg. So etwas hatte ich zuvor nie gehört. Es war etwas verstörend. (Pete Townshend nannte das Album einmal ein "unheimliches Meisterwerk".) Heute ist es nicht mehr so einfach, das Ungeheuerliche daran zu erklären. Vielleicht war es das auch 1972 schon nicht, denn statt das Album zu verdrängen, bin ich los und habe es mir gekauft. (Und dann saß ich da in der Bahn und starrte diese Fratze, diesen Crimson King an - und der war irgendwie genauso irritierend.) Jedenfalls war das das erste Rockalbum, das ich so hörte, wie mein Vater Klassikplatten hörte: ganz aufmerksam, versunken in jeden Ton, jede Textzeile, am besten über Kopfhörer. Und wenn sich dann der Tonarm nach dem letzten Song In The Court Of The Crimson King von der Platte hob, dann war das stets erst einmal das letzte Stück Musik für den Rest des Tages. Und das geht mir heute noch so. Danach ist erst einmal Ruhe.

Zum 40. Jubiläum des Albums erschien eine Box mit 4 CDs und einer DVD, die das Album in verschiedenen Versionen enthält. Darunter auch ein Transfer des originalen Island-Vinyl Masters, das im Folgenden angehört werden kann.

Mittwoch, 15. Juni 2011

Gerade gehört: O'Death - Outside

O'Death - Outside

Eine Krebsdiagnose hinterlässt stets tiefe Spuren; im Leben eines Erkrankten ebenso, wie in dem von Angehörigen, Freunden, Bekannten - Und so war nichts mehr wie vorher, als vor zwei Jahren bei O'Death-Schlagzeuger David Rogers-Berry Krebs diagnostiziert wurde. Nun, zwei Jahre und eine Chemotherapie später, kommen O'Death mit ihrem vierten Album doch sehr verändert daher. Sie klingen erwachsener, netterweise weniger düster als früher, musikalisch traditioneller, teilweise gar etwas süßlich, aber nie unangenehm, nein, durchweg spannend und voller Überraschungen.

Wer O'Death von früher kennt, wird vielleicht deren Verspielheit vermissen, die nur noch selten durch die Songs hindurch scheint. Auch ihre mitunter völlig überdrehten Ideen, die sie leider nie richtig zu Ende brachten, sind nicht völlig verschwunden, was Songs wie Alamar oder The Lake Departed beweisen. Auf Outside wird nun seriös musiziert und O'Death schaffen es zum ersten Mal ein Album abzuliefern, das man von Anfang bis Ende durchhören kann und das weder nervt noch langweilt. Kurz: ihr bestes Album bisher.

Wer Tom Waits mag, sich an Gavin Friday erinnert und das eine oder andere Calexico-Album im Plattenschrank hat, der sollte hier unbedingt mal reinhören. Es ist bei City Slang erschienen und auch als Vinyl erhältlich.

Kaufen (amazon) | http://www.odeath.net/ | www.facebook.com/odeathmusic

Sonntag, 12. Juni 2011

Gerade gehört: Feelies - Here Before

Feelies - Here Before

Kann denn diesen Sommer eigentlich noch etwas schief gehen? Nein, denn die Feelies haben ein neues Album veröffentlicht! Und das könnte tatsächlich das Sommeralbum werden, eventuell sogar das Album des Jahres. Here Before heißt es übrigens. Es wurde natürlich in Hoboken eingespielt. In der Besetzung mit der sie schon 2008 einige Reunionkonzerte gegeben haben, also mit Glenn Mercer und Bill Million an den Gitarren, Dave Weckerman (Percussion), Bassistin Brenda Sauter, sowie Stan Demeski am Schlagzeug.

Das Schöne: die Feelies klingen einerseits wie vor 20 Jahren, als sie wie Velvet Underground 20 Jahre zuvor klangen: melodiöser Garagenpop mit ausgfeilter aber unspektakulärer Gitarrenarbeit, das was mir an der Band schon immer am Besten gefiel. Aber sie klingen auch erwachsener und nachdenklicher, wenngleich ihre Songs nicht mehr von der selben Angst durchzogen sind, wie zu früheren Zeiten. Und so sind die Kritiken auch überwiegend positiv. Der Guardian etwa schließt seine Kritik mit den Worten:
...its distinctly pastoral feeling is tempered with a slight nervousness and tension, the sound of the city [New York] meeting the countryside. It's gorgeous.
Etwas kritischer ist das Dusted Magazine und bemerkt treffend:
Here Before isn’t a perfect album. The energy ebbs midway through, and it’d be nice to have a few more surprises like that guitar solo. But it tells the truth; The Feelies really are here again, operating in a fashion as insular and purposeful as they did in days of old without denying who they are now. It’s good to have them around.
Also ein prima Album für die heißen, trägen Tage in der Hängematte, oder, etwas weniger exotisch, auf dem Balkon!
Die Vinylausgabe des Album ist streng limitiert und enthält eine Downloadkarte.
Bleibt zu erwähnen, dass die Alben Crazy Rhythms und The Good Earth kürzlich neu veröffentlicht wurden. Auch sie sind in ihren Vinylausgaben mit Downloadkarten ausgestattet, die exklusiv reichlich Bonusmaterial bereithalten!

Anhören (Clips)

Freitag, 3. Juni 2011

Gerade gehört: Arctic Monkeys - Suck It And See

Arctic Monkeys - Suck It And See

Ich bin kein Arctic Monkeys-Fan, kenne aber ihre Alben und habe sie immer wieder gerne gehört. Das letzte, in Amerika produzierte Album Humbug allerdings, ließ erste Schwächen erkennen, die nun, auf dem aktuellen Werk, noch deutlicher hervor treten.
Klar, wenn man ein Album in den USA einspielt, will man auch nach USA klingen. Und dann ist es in der Regel auch Schluß mit Poppen, denn dann wird gerockt. Leider ist das ein Weg, den schon viele Bands und Musiker eingeschlagen haben, wenn sie zwar das nötige Kleingeld hatten, ihnen aber die Ideen, sprich die Melodien ausgegangen sind. Das ist auch auf Suck It And See ganz deutlich zu hören. Da wirken die Referenzen und Zitate an die amerikanische Rockmusik schon beinahe etwas hilflos, wenn nicht anbiedernd. Und das ist wirklich schade. (Und mit einer Rückkehr zum Britpop, wie ich an verschiedenen Stellen lesen konnte, hat das nun wirklich gar nichts zu tun!)

Für mich sind die Monkeys auf dem neuen Album immer dann am besten, wenn sie nach Iggy Pop klingen. Egal, ob sie das als Zitat oder sonstwie meinen. Es ist gut. Auch gut, dass es wenigstens diese handvoll passabler Songs gibt! Denn die Arctic Monkeys müssen aufpassen. Sie sind auf dem direkten Weg ins musikalische Einerlei.
Auch als Vinyl erhältlich!

Daten:
17.06.11 - Southside Festival - Tuttlingen
19.06.11 - Hurricane Festival - Bremen
20.06.11 - Admiralspalst - Berlin
22.06.11 - E-Werk - Köln
23.06.11 - Paradiso - Amsterdam (ausverkauft)
26.06.11 - Rock A Field Festival 2011 - Luxemburg
29.06.11 - Le Zenith Nantes Metropole - Nantes, Frankreich
01.07.11 - Rock Werchter 2011 - Werchter, Belgien
03.07.11 - Eurockéennes Festival - Belfort, Frankreich
08.07.11 - T In The Park - Kinross, Schottland
09.07.11 - Oxegen - Punchestown Racecourse, Irland
11.07.11 - Les Nuits De Fourvière - Lyon, Frankreich
14.07.11 - Super Bock Super Rock Festival - Portugal
16.07.11 - Benicassim Festival - Benicassim, Spanien
17.07.11 - Gurten Festival - Bern

Kaufen (amazon)

Mittwoch, 25. Mai 2011

Gerade gehört: The Living Sisters - Love to Live

The Living Sisters - Love To Live

Schon vor einem Jahr ist das Album der Living Sisters erschienen. Ein Debutalbum dreier Frauen, Inara George (The Bird and the Bee), Becky Stark (Lavender Diamond) und Eleni Mandell, die bereits seit Jahren äußerst produktiv im Musikgeschäft unterwegs sind, sich nun aber als The Living Sisters zusammen gefunden haben. Ein absoluter Glücksfall, denn ihre Stimmen passen so wunderbar zusammen, dass es mich immer wieder fasziniert, sie zu hören. Und als ich gestern auf YouTube unterwegs war, um nach den dreien zu suchen, da entdeckte ich einen Clip, in dem sie den David Bowie Song Starman zum besten geben - irgendwo live aufgeführt. Etwas schräg aber zauberhaft.
Auch als Import-Vinyl erhältlich!

The Living Sisters bei Vanguard Records | Kaufen (amazon)

Sonntag, 22. Mai 2011

Gerade gehört: Tied + Tickled Trio + Billy Hart - La Place Demon


Schon seit Anfang April auf meiner Festplatte bin ich erst jetzt dazu gekommen mir das neue Werk des Tied + Tickled Trios anzuhören. Zur Verstärkung haben sich die Brüder Markus und Micha Acher dieses mal u.a. den fantastischen Saxophonisten Johannes Enders, den Klarinettisten Ulrich Wangenheim, sowie als Special Guest den Schlagzeuger Billy Hart ins Studio geholt; und präsentieren auf diese Weise eine äußerst gelungene Mischung aus Hard Bob, Cool-Jazz bis hin zu wüsten Free-Jazz-Passagen. Aber alles wohldosiert und extrem unterhaltsam.
Auch als Vinyl erhältlich!


Tour Daten:
30.05 München — Volkstheater
31.05 Mannheim — Alte Feuerwache
01.06 Leipzig — Centraltheater
02.06 Berlin — HAU 1

Tied + Tickled Trio bei Morr | Kaufen (amazon)

Montag, 16. Mai 2011

Gerade gehört: Kate Bush - Director's Cut

Kate Bush - Director's Cut

Während ich das schreibe höre ich die neue CD von Kate Bush bereits zum vierten Mal und es stellt sich kein Verschleiß ein. Im Gegenteil: einige Songs wachsen mit der Zeit. Und die Songs haben ja tatsächlich schon reichlich Zeit auf dem Buckel, denn sie stammen allesamt aus den beiden Alben The Red Shoes (vom November 1993) und The Sensual World (Okt. 1989). Mit beiden Alben bin ich nie sonderlich warm geworden. Besonders The Red Shoes fand ich stets ideenlos in jeder Hinsicht und empfand das anschließende Ausbleiben einens Nachfolgealbums auch immer als sehr konsequent.

Nach dem überwältigenden Erfolg von Hounds Of Love waren die Ansprüche an die Nachfolgealben natürlich groß. Kate Bush konnte sie nicht erfüllen. Ich halte sie jedoch für charakterstark genug, um Erwartungen von außen gar nicht zuzulassen. Nicht umsonst sagt man, man solle auf dem Höhepunkt seines Schaffens aufhören. In unserer Zeit werden diese Höhepunkte allerdings an den Kontoständen der Beteiligten und nicht mit kreativen Maßstäben gemessen. Dass Kate Bush nach wie vor großartige Songs schreiben konnte, zeigt, dass es nicht an ihr lag, dass diese Alben so flau aussfielen.

Das muss Kate Bush gewurmt haben. Ein Jammer, wenn gute Songs auf unterbewerteten Alben verschwinden. Also hat sie sich hingesetzt und einen Director's Cut angefertigt, dabei einige Songs neu eingespielt, andere neu abgemischt oder editiert und die eine oder andere Textzeile angepasst. Und das Gute: es passt, es klingt wie ein neues Album. Ja, selbst einige Songs klingen wie neue, aktuelle Kompositionen. Kate Bush hat eine neue Sprache gefunden, um diese Songs nach 20 Jahren wiederzubeleben. Und das ist gut!

Den eingefleischten Fans (die sich ja auch schon mal als die undankbarsten erweisen können) streiten nun natürlich darüber. Sie kennen die Songs zur Genüge und wünschen sich neue. Ich rate ihnen jedoch, sich dieses Album in Ruhe anzuhören. Sie werden eine Menge Neues entdecken. Und von schlechtem Sound, Hauptstreitpunkt unter den "Experten" mit ihren vom Digitalen verkorksten Ohren, kann ich nichts hören. Kate Bush bevorzugt nun einmal einen warmen, analogen Sound und das hat sie schon immer getan und das klang auf Vinyl auch immer gut. Lediglich die CD-Versionen ihrer Alben hatten mitunter einen etwas muffeligeren Sound. Auch ihr Comeback-Album Aerial von 2005 klang nicht anders. Damals gab es kaum Kritik.

Noch schlimmer die Fans, die ihre Stimme als "stellenweise brüchig" beschreiben. Leute, diese Frau ist kein junges Mädchen mehr! Ich empfinde Kate Bushs Stimme als reifer aber 100% wiedererkennbar und nie brüchig. Die Kiekser von ganz früher fehlen. Ansonsten hat sie nichts eingebüßt.

Das Album gibt es auch in einer Ausgabe mit 3 CDs. Neben dem originalen Album enthält das Set auch die beiden Alben The Red Shoes und The Sensual World, eines davon allerdings in nahezu unveränderter, das andere in remasterter Version. Das Set kostet zwar keine 10 EURO mehr als die Einzel-CD, ist trotzdem etwas fragwürdig. Möglicherweise waren diese beiden Alben aber zuletzt gar nicht mehr erhältlich und Kate Bush wollte sie so wieder zugänglich machen. Wer weiß. Ist aber im Endeffekt egal.

Bleibt zu erwähnen, dass es dieses Album ab Freitag (20.5.) auch als Doppel-Vinyl gibt, und dass es das erste auf ihrem eigenen Label Fish People ist. Entsprechend wurde auch ihre Webseite umgestaltet. Dort kann man sich auch das Video mit Robbie Coltrane anschauen.

Kaufen (amazon) | Interview im Zeit Magazin vom 15. Mai 2011

Freitag, 13. Mai 2011

Gerade gehört: Bootsy Collins - Tha Funk Capitol Of The World

Bootsy Collins - Tha Funk Capitol Of The World
Bootsy Collins - Tha Funk Capitol Of The World

Zunächst wollte ich mir dieses neue Album des Veteranen des Funk, Bootsy Collins, einst Bassist in der Band von James Brown und Mitglied in Bands wie Parliament und Funkadelic, gar nicht anhören. Ich befürchtete ein nichtsagendes Alterswerk. Dann las ich heute das Interview mit ihm in der taz zu seinem 60. Geburtstag. Das war sehr amüsant und ich entschloss mich doch mal reinzuhören, in Tha Funk Capitol Of The World - und nun bin ich positiv überrascht. Ein prima Funkalbum, mit allem was eine gute Bootsy-Collins-Scheibe ausmacht und auch noch ein wenig mehr. So überrascht er auf dem Song Siento Bombo sogar mit Latintönen. Darüberhinaus gibt es, eigentlich nichts Ungewöhnliches, ohne Ende Gäste, von Snoop Doggy Dog über Buckethead bis zu Samuel L. Jackson und (Grüße ins Jenseits!) Jimi Hendrix. Ein großer Spaß!
Auch als Vinyl erhältlich.

Außerdem kommt Bootsy Collins im Juli für zwei Konzerte nach Europa. Dabei tritt er in Rotterdam auf dem North Sea Jazz Festival und in Montreux auf dem dortigen Jazzfestival auf.

Interview (taz.de) | Kaufen (amazon)

Dienstag, 10. Mai 2011

Gerade gehört: Fleet Foxes - Helplessness Blues

2562 - Fever
Fleet Foxes
- Helplessness Blues

Die Begeisterung, die sich 2008 beim Auftauchen der Band auf der Szene breitmachte, wird sich in diesem Jahr sicher nicht wiederholen. Dafür birgt das neue Album zu wenig Überraschendes. Das muss aber im Falle der Fleet Foxes nichts Schlimmes bedeuten. Im Gegenteil: es heißt: das Album Helplessness Blues hat durchweg die Qualität seines Vorgängers. Ohne Abstriche - und ist deswegen eine Empfehlung wert! 

CD Kaufen (amazon) | Auch als Vinyl erhältlich!

Wiederveröffentlicht: Ministry. The Mind Is a Terrible Thing to Taste

1989 hatte ich einen Plattenladen, in dem 50% meiner Kunden Heavy-Metal kauften. Alles, was damals so angesagt war: Metallica , Kreator ,...

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