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Freitag, 27. Mai 2011

Gil Scott-Heron gestorben

Photo by Mischa Richter

Gestern verstarb der Singer-Songwriter, Sänger und Poet Gil Scott-Heron. Er wurde 62 Jahre alt.

Gil Scott-Heron bewegte sich mit seiner Musik immer irgendwo zwischen Jazz, Soul, R&B und Reggae. Und er war ein politischer Mensch. Das machte ihn zum Einfluss vieler schwarzer Musiker, besonders im R&B oder Hip-Hop.

Scott-Heron veröffentlichte in den 70er- und frühen 80er-Jahren eine ganze Reihe von Alben, einige großartige aber auch einige weniger wegweisende. Sein größter Hit und bekanntester Song war zweifelsohne The Revolution Will Not Be Televised. Ein Titel, der über die Jahre als Redewendung Einzug in den kulturellen Sprachgebrauch einging. Später kämpfte Scott-Heron mit Drogenproblemen und 2001 musste er deswegen sogar für einige Zeit ins Gefängnis. Jahrelang war musikalisch nichts von ihm zu hören.

Doch Gil Scott-Heron kam zurück und veröffentlichte 2010 ein sehr eindringliches Album namens I'm New Here.

Auf seiner Webseite kann man sich einige seiner Videos anschauen.

Offizielle Webseite | Gil Scott-Heron bei amazon

Dienstag, 17. Mai 2011

Ausgegraben: Bee Gees - Two Years Lost

Bee Gees - Two Years Lost

Dass die Bee Gees vor ihrem Erfolg mit dem Soundtrack zu Saturday Night Fever bereits seit 15 Jahren Schallplatten veröffentlichten und rund um die Welt #1-Hits hatten, wissen heute die wenigsten. Selbst 1978, als der Film in die Kinos kam, war das den wenigsten Fans bewusst. Bee Gees, das war Disco, davor gabs nichts und danach auch nicht. Dabei haben die Brüder Gibb gerade mal eine handvoll Songs geschrieben, die man als Disco bezeichnen könnte. Aber diese paar Songs haben ihre Karriere und ihr Image bis heute geprägt.

Tatsächlich umfasst der Songkatalog der Gibb Brüder heute geschätzte 1000 Songs, wovon geschätzte zweidrittel auch veröffentlicht wurden. Um 1970/71 herum, als die Band nach einer kurzen Trennung wieder zusammenfand, entstanden in der Folge eines ungeheuren Kreativitätsschubs unzählige Songs, die zumeist auch eingespielt wurden (Studiokosten waren damals noch kein so großer Posten in den Abrechnungen). Der überwiegende Teil davon blieb jedoch unveröffentlicht. Daran änderten auch einige Wiederveröffentlichungen der letzten Jahre nichts.

Two Years Lost enthält nun eine Zusammenstellung der besten/interessantesten Songs aus dieser Phase der Band. Und obwohl es sich bei diesem Album um eine inoffizielle Veröffentlichung handelt, lässt die Klangqualität keine Wünsche offen. Also ein Fest für Fans!
Das Album eröffnet mit der Version von How Can You Mend A Broken Heart, die 2001 versehentlich auf der Kopplung The Record erschienen war, und später gegen die originale Version ausgetauscht wurde. Es folgen Outtakes aus den Sessions zu den Alben Trafalgar und 2 Years On, sowie einige Songs, die kurz vor der endgültigen Trennung der Band Ende 1969 entstanden sind. Zudem gibt es zwei Solokompositionen von Robin Gibb, wovon One Million Years, ursprünglich 1969 als Single erschienen, hier in einem ganz neuen Stereomix enthalten ist.

Das interessante an dieser Zusammenstellung ist, das man hier den musikalischen Umbruch, das Ende der Popmusik der 60er Jahre hinein in eine eher Singer/Songwriter-orientierte Kompositionstechnik der frühen 70er, prima nachvollziehen kann. Nicht umsonst haben es damals so wenige Bands geschafft, ihren Erfolg ins neue Jahrzehnt hinüber zu retten. Auch die Bee Gees wären beinahe gescheitert und brauchten noch bis 1975, bis Jive Talkin', bis sie wieder zurück in den Charts waren.

Gibb Songs | Spicks & Specks | Bee Gees (bei amazon)

Wiederveröffentlicht: Ministry. The Mind Is a Terrible Thing to Taste

1989 hatte ich einen Plattenladen, in dem 50% meiner Kunden Heavy-Metal kauften. Alles, was damals so angesagt war: Metallica , Kreator ,...

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